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Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Geographische Abdeckung: Deutschland

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Der Indikator zeigt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohnerin bzw. Einwohner in Deutschland auf Basis des Jahres 2015. Das BIP misst den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistung; als Einwohnerinnen und Einwohner gelten dabei alle Personen, die in Deutschland ihren ständigen Wohnsitz haben.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Zwischen der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und den anderen Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie gibt es vielfältige Beziehungen. So spielen soziale Faktoren wie die Bevölkerungsstruktur, das Arbeitskräfteangebot, das Bildungssystem sowie der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft eine wichtige Rolle für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Das BIP gilt als wichtiger Indikator für Konjunktur und Wachstum einer Volkswirtschaft. Folglich ist das Ziel ein stetiges und angemessenes Wachstum.

Definition

Der Indikator stellt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohnerin bzw. Einwohner in Deutschland auf Basis des Jahres 2020 (in 1 000 EUR) dar. Das BIP misst den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistung. Als Einwohnerinnen und Einwohner gelten dabei alle Personen, die in Deutschland ihren ständigen Wohnsitz haben.

Intention

Zwischen der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und den anderen Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie gibt es vielfältige Beziehungen. So spielen soziale Faktoren wie die Bevölkerungsstruktur, das Arbeitskräfteangebot, das Bildungssystem sowie der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft eine wichtige Rolle für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Das BIP gilt als wichtiger Indikator für Konjunktur und Wachstum einer Volkswirtschaft.

Ziel

Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum bis 2030

Art des Ziels

Zielrichtungsvorgabe

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohnerin und Einwohner soll steigen.

Ausgehend von der Zielformulierung wird der Indikator 8.4 für das Jahr 2024 mit “Gewitter” bewertet. Der Wert des Indikators hat sich sowohl von 2023 auf 2024, als auch im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 verringert.

Bewertung

Wettersymbol Blitz

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Im Jahr 2021 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohnerin und Einwohner bei etwa 38 509 Euro und damit 2,6 % höher als im Vorjahr. Zwischen 1991 und 2021 hat sich das BIP je Einwohnerin und Einwohner preisbereinigt insgesamt um 38,8 % erhöht. Aufgrund der Corona-Pandemie sank jedoch das preisbereinigte BIP je Einwohnerin bzw. Einwohner im Jahr 2020 um 3,8 %. Nur im Jahr 2009 brach das preisbereinigte BIP je Einwohnerin bzw. je Einwohner infolge der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise mit einem Rückgang von 5,4 % noch stärker ein. Mangels einer Definition von angemessenem und stetigem Wirtschaftswachstum kann lediglich die durchschnittliche jährliche Veränderung der letzten fünf Jahre betrachtet werden. Diese lag bei 0,7 %. Der Indikator hat sich damit bei längerfristiger Betrachtung in eine positive Richtung entwickelt.

Bei Betrachtung der Ergebnisse nach Bundesländern wies Mecklenburg-Vorpommern mit rund 26 500 Euro das niedrigste und Hamburg mit etwa 59 700 Euro das höchste reale BIP je Einwohnerin und Einwohner auf.

Das BIP ist Ausdruck der gesamten im Inland entstandenen Wirtschaftsleistung einer Berichtsperiode. Dabei werden vor allem auf Märkten gehandelte sowie staatliche Waren und Dienstleistungen betrachtet. Das BIP wird vierteljährlich und jährlich vom Statistischen Bundesamt und von den Statistischen Ämtern der Länder nach international harmonisierten Regeln und Standards, wie dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG), ermittelt.

Das BIP ist eine zentrale Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR). Die VGR sind die Zusammenfassung mehrerer Rechnungen, die das wirtschaftliche Geschehen einer Periode darstellen. Die Ergebnisse werden in Form eines geschlossenen Kontensystems ermittelt und in Tabellen dargestellt. Die Berechnungen der VGR wurden zuletzt im Rahmen ihrer General-revision 2019 turnusmäßig überprüft und überarbeitet sowie auf das Referenzjahr 2015 umgestellt. Für das reale BIP ergaben sich dadurch neue Veränderungsraten. Das konjunkturelle Gesamtbild hat sich durch die Revision jedoch nicht verändert.

Das BIP ist nicht dafür konzipiert, die Gesamtheit aller gesellschaftlichen Aspekte der Wohlfahrtsmessung abzubilden. Um darüber hinaus auch diese zu erfassen, bedarf es weiterer Indikatoren, die speziell für diese Zwecke konstruiert sind. Hierzu zählen unter anderem die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen, die die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft und Umwelt darstellen, oder Indikatoren wie unentgeltliche Arbeit in privaten Haushalten. Auch die Verteilung von Einkommen (und Vermögen) auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen wird vom BIP nicht abgebildet.

Die Veränderung von Bestandsgrößen wird beim BIP nicht erfasst – mit Ausnahme des Kapitalstocks durch die Berechnung von Investitionen und Abschreibungen. Zentrale wirtschaftliche Größen wie Bestände und Qualitäten des Humankapitals (etwa Bildung, Gesundheit), des Sozialkapitals (etwa Sicherheit, Integration) und des Naturkapitals (etwa Ressourcen, Ökosysteme) bleiben ausgeblendet. Aussagen, ob das BIP und sein Wachstum zur Kapitalerhaltung in einem umfassenden Sinn gedient haben, sind somit nicht möglich. Damit können anhand des BIP keine Aussagen zur Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Wachstums getroffen werden.

Basis für die Berechnung des BIP je Einwohnerin und Einwohner sind die auf den Zensus 2011 zurückgerechneten und fortgeschriebenen durchschnittlichen Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes.