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Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Geographische Abdeckung: Deutschland

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Der Indikator zeigt die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von Wirtschaft, Staat und Hochschulen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sind eine wichtige, wenn auch nicht die alleinige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft. Je höher die Ausgaben sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine dynamischere Entwicklung der Produktivität, ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Die Bundesregierung wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das politische Ziel zu erreichen, die privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung – eine wichtige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft – bis 2025 auf mindestens 3,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) jährlich zu erhöhen.

Definition

Der Indikator stellt die internen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von Wirtschaft, Staat und Hochschulen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) (in Prozent) dar.

Intention

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sind eine wichtige, wenn auch nicht die alleinige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft. Je höher die Ausgaben sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine dynamischere Entwicklung der Produktivität, ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.

Ziel

Jährlich mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2025

Art des Ziels

Gleichbleibende Zielvorgabe in jedem Jahr

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Die privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sollen jedes Jahr mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen.

Ausgehend von der Zielformulierung wurde der politisch festgelegte Zielwert 2022 wiederholt nicht eingehalten. Da die durchschnittliche Entwicklung der letzten sechs Jahre jedoch in Richtung einer Steigerung weist, wird der Indikator 9.1.a für das Jahr 2022 mit “Wolke” bewertet.

Bewertung

Wettersymbol Wolke

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Forschung und Entwicklung (FuE) sind wissenschaftliche Tätigkeiten und werden definiert als schöpferische und systematische Arbeiten zur Erweiterung des Wissensstandes – einschließlich des Wissens über die Menschheit, die Kultur und die Gesellschaft – und zur Entwicklung neuer Anwendungen auf Basis des vorhandenen Wissens. Um FuE gegenüber verwandten Tätigkeiten abzugrenzen, wird als Hauptkriterium geprüft, ob ein nennenswertes Element von Neuheit oder Weiterentwicklung vorhanden ist.

Der Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird jährlich vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Die gesamten Ausgaben für FuE setzen sich aus den Ausgaben der Sektoren Staat (einschließlich privater Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck), Hochschulen und Wirtschaft zusammen. Die Erhebungen und Berechnungen folgen den methodischen Empfehlungen des Frascati-Handbuchs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu Statistiken über FuE, wodurch die internationale Vergleichbarkeit sichergestellt ist.

Im Jahr 2020 lagen die gesamten FuE-Ausgaben in Deutschland bei 106,6 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von 3,1 % am BIP. Damit lag der Wert 0,4 Prozentpunkte unterhalb des gesetzten Zielwertes von jährlich mindestens 3,5 % des BIP bis 2025. Bei Fortsetzung der bisherigen Entwicklung wird das anvisierte Ziel verfehlt.

Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der FuE-Ausgaben am BIP in Deutschland um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt verdoppelten sich die FuE-Ausgaben seit 2000. Gegenüber dem Vorjahr 2019 sanken jedoch die FuE-Ausgaben im ersten Corona-Jahr um 3,4 Milliarden Euro. Dieser Rückgang beschränkt sich allerdings vollständig auf den Wirtschaftssektor, während in den anderen beiden Sektoren Anstiege zu verzeichnen waren.

Im Jahr 2020 entfiel der weitaus größte Teil der FuE-Ausgaben in Deutschland mit 66,6 % auf die Wirtschaft, mit 18,7 % auf die Hochschulen und mit 14,6 % auf staatliche und private Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck. Das Personal in FuE umfasste dabei geschätzt 733 831 Personen (in Vollzeitäquivalenten), wobei jeweils nur der im Bereich FuE geleistete Anteil der Arbeitszeit berücksichtigt wurde. Das Personal ist zu 63,7 % der Wirtschaft, zu 20,7 % den Hochschulen und zu 15,6 % den staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck zuzurechnen.

Im internationalen Vergleich der OECD-Mitgliedstaaten lag Deutschland 2020 mit 3,1 % knapp vor Dänemark mit 3,0 % und Finnland mit 2,9 % sowie über dem Durchschnitt der EU-27-Region von 2,2 % und dem OECD-Durchschnitt von 2,7 % des BIP. Acht Staaten, wie zum Beispiel Schweden (3,5 %) oder Japan (3,3 %), lagen hingegen vor Deutschland. Im nationalen Vergleich lag Baden-Württemberg mit zuletzt 5,7 % (Jahr 2020) weit vor den übrigen Bundesländern; gefolgt von Bremen mit 3,7 % und Bayern mit 3,4 % des BIP.