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Datenquelle: AG Energiebilanzen e.V.

Geographische Abdeckung: Deutschland

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Der Indikator „Endenergieproduktivität“ stellt die Entwicklung der Wertschöpfung je eingesetzte Einheit Endenergie dar. Der Begriff „Endenergie“ bezieht sich dabei auf den Teil der Energie, der energetisch als thermische oder elektrische Energie zur Herstellung von Gütern oder zur Nutzung in den privaten Haushalten zur Verfügung steht.
Der Indikator „Primärenergieverbrauch“ gibt an, wie viel Energie in einem Land einerseits in den Energiesektoren zur Umwandlung sowie andererseits in der Produktion, den privaten Haushalten und im Verkehr verbraucht wurde.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Die Senkung des Energieverbrauchs durch eine Steigerung der Energieeffizienz ist neben dem Ausbau erneuerbarer Energien die zweite tragende Säule der Energiewende. Ziel ist es, mit möglichst wenig Energie viel wirtschaftliche Leistung zu erreichen. Energieeinsparung schont Klima und Umwelt, trägt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und zur Wettbewerbsfähigkeit der Industrie bei.
Dem Energiekonzept der Bundesregierung zufolge soll die Endenergieproduktivität in den Jahren 2008 bis 2050 jährlich um 2,1 % bzw. um insgesamt 139 % bis 2050 erhöht werden. Gleichzeitig soll sich der Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 %, bis 2030 um 30 % und bis 2050 um 50 % gegenüber dem Jahr 2008 verringern.

Definition

Der Indikator Endenergieproduktivität (7.1.a) stellt die Entwicklung der Wertschöpfung je eingesetzte Einheit Endenergie im Vergleich zum Basisjahr 2008 dar. Der Begriff „Endenergie“ bezieht sich dabei auf den Teil der Energie, der energetisch als thermische oder elektrische Energie zur Herstellung von Gütern oder zur Nutzung in den privaten Haushalten zur Verfügung steht. Der Indikator 7.1.b stellt die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs im Vergleich zum Basisjahr 2008 dar. Der Primärenergieverbrauch errechnet sich als Summe aus dem Endenergieverbrauch, dem nichtenergetischen Verbrauch sowie dem Saldo in der Umwandlungsbilanz. In der Umwandlungsbilanz wird die Umwandlung von Energieträgern jeweils als Einsatz und Ausstoß dargestellt. In der Umwandlungsbilanz werden ebenfalls der Eigenverbrauch in den Umwandlungsbereichen sowie die Fackel- und Leitungsverluste verbucht.

Intention

Die Senkung des Energieverbrauchs durch eine Steigerung der Energieeffizienz ist neben dem Ausbau erneuerbarer Energien die zweite tragende Säule der Energiewende. Ziel ist es, mit möglichst wenig Energie viel wirtschaftliche Leistung zu erreichen. Energieeinsparung schont Klima und Umwelt, trägt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und zur Wettbewerbsfähigkeit der Industrie bei.

Ziel

7.1.a: Deutliche Steigerung
7.1.b: Senkung um mindestens 39,3 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2008

Art des Ziels

7.1.a: Zielrichtungsvorgabe
7.1.b: Ziel mit konkretem Zielwert

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Die Endenergieproduktivität (7.1.a) soll steigen. Der Primärenergieverbrauch (7.1.b) soll bis 2030 auf höchstens 60,7 Prozent des Wertes von 2008 gesenkt werden.

Ausgehend von der Zielformulierung wird der Indikator 7.1.a für das Jahr 2023 mit “Sonne” bewertet, da der Wert des Indikators sowohl im letzten Jahr, als auch im Durchschnitt der letzten sechs Jahre eine Steigerung verzeichnete.

Für Indikator 7.1.b ist ein konkreter Zielwert für 2030 vorgesehen, der bei Beibehaltung der durchschnittlichen Entwicklung der letzten sechs Jahre bereits 2028 unterschritten wird. Der Indikator 7.1.b wird für das Jahr 2024 mit “Sonne” bewertet.

Bewertung

7.1.a: Wettersymbol Sonne
7.1.b: Wettersymbol Sonne

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Endenergie- und Primärenergieverbrauch sind direkt miteinander verbunden. Der Endenergieverbrauch ergibt sich aus dem Primärenergieverbrauch abzüglich der Summe aus Umwandlungs-, Fackel- und Leitungsverlusten sowie der statistischen Differenz.

Der Primärenergieverbrauch ist die Summe aus den im Inland gewonnenen Primärenergieträgern, Vorratsentnahmen und sämtlichen importierten Energieträgern abzüglich der Bevorratung, Energieexporte und Hochseebunkerungen. Wesentliche Grundlage für die Berechnung des Energieverbrauchs sind die Daten der Energiebilanzen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB), welche um Daten aus weiteren Quellen ergänzt werden.

Die Endenergieproduktivität gibt an, wie hoch die Wertschöpfung je eingesetzte Einheit Endenergie ist. Sie stellt ein Maß für die Energieeffizienz bei der Herstellung von Gütern und im Energieeinsatz der privaten Haushalte dar. Einschätzungen zur Energieeffizienz in den Umwandlungsbereichen (Wirkungsgrad der Kraftwerke) oder in der Energieübertragung und ‑speicherung (Beseitigung von Leckagen, bessere Wärmedämmung usw.) lassen sich anhand des Indikators jedoch nicht direkt ableiten.

Die Endenergieproduktivität hat sich nach vorläufigen Ergebnissen im Zeitraum 2008 bis 2021 um 19,5 % erhöht, was einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von rund 1,4 % entspricht. Somit wird das Ziel eines jährlichen Anstieges von durchschnittlich 2,1 % bis 2050 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreicht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Energieproduktivität im Jahr 2021 um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Bei Fortsetzung der Entwicklung der letzten fünf Jahre wird bis zum Jahr 2050 voraussichtlich eine Erhöhung der Endenergieproduktivität um 73,2 % erreicht. Der Zielwert würde also um 65,8 Prozentpunkte verfehlt. Um das Ziel für 2050 noch erreichen zu können, wäre fortan ein durchschnittlicher jährlicher Anstieg der Endenergieproduktivität um 2,4 % nötig.

Der Primärenergieverbrauch ist im Jahr 2020 auf 82,7 % gesunken und hat damit das Ziel einer Reduktion um 20 % bis zum Jahr 2020 nicht erreicht. Im Jahr 2021 stieg der Primärenergieverbrauch nach vorläufigen Ergebnissen erneut um 3,6 Prozentpunkte gegenüber 2020 an. Der gesamte Rückgang des Primärenergieverbrauchs im Jahr 2021 gegenüber 2008 beläuft sich somit nur noch auf 13,7 %. Bei einer Fortsetzung der Entwicklung würde die vorgesehene Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 30 % bis 2030 nicht erreicht.