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Datenquelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik

Geographische Abdeckung: Deutschland

Anmerkung: 2022 und 2023 vorläufige Daten.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Der Indikator setzt die Erzeugung erneuerbarer Energien in Relation zum Bruttoendenergieverbrauch. Der Brutto-Endenergieverbrauch umfasst den Energieverbrauch beim Letztverbraucher, die Übertragungsverluste sowie den Eigenverbrauch der Energiegewinnungsbereiche.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Die Reserven fossiler Energieträger wie Öl und Gas sind begrenzt. Darüber hinaus ist ihre Nutzung mit der Emission von Treibhausgasen verbunden. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien, die sich als natürliche Energiequellen ständig regenerieren, verringert die energetisch bedingten Emissionen und folglich das Ausmaß des Klimawandels. Zusätzlich werden die Abhängigkeit von Energieimporten und der Ressourcenverbrauch gemindert sowie technische Innovationen gefördert. Ziel der Bundesregierung ist es daher, den Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 18 %, bis 2030 auf 30 %, bis 2040 auf 45 % und bis 2050 auf 60 % zu erhöhen.

Definition

Der Indikator stellt den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch (in Prozent) dar. Der Indikator setzt die Erzeugung erneuerbarer Energien in Relation zum Bruttoendenergieverbrauch. Der Bruttoendenergieverbrauch umfasst den Energieverbrauch beim Letztverbraucher, die Übertragungsverluste sowie den Eigenverbrauch der Energiegewinnungsbereiche.

Intention

Die Reserven fossiler Energieträger wie Öl und Gas sind begrenzt. Darüber hinaus ist ihre Nutzung mit der Emission von Treibhausgasen verbunden. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien, die sich als natürliche Energiequellen ständig regenerieren, verringert die energetisch bedingten Emissionen und folglich das Ausmaß des Klimawandels. Zusätzlich werden die Abhängigkeit von Energieimporten und der Ressourcenverbrauch gemindert sowie technische Innovationen gefördert.

Ziel

Anstieg auf 41 Prozent bis 2030, auf 45 Prozent bis 2040 und auf 60 Prozent bis 2050

Art des Ziels

Ziel mit konkretem Zielwert

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Für den Indikator 7.2.a sind verschiedene Ziele definiert, die in unterschiedlichen Jahren erreicht werden sollen. Für die Bewertung des Indikators ist das am nächsten in der Zukunft liegende Ziel relevant. Entsprechend soll der Anteil der Erneuerbare Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2030 auf mindestens 41 Prozent gesteigert werden.

Da der Wert des Indikators zwar steigt, aber bei Beibehaltung der durchschnittlichen Steigerung der letzten sechs Jahre den politisch festgelegten Zielwert in 2030 deutlich verfehlen würde, wird der Indikator 7.2.a für das Jahr 2023 mit “Wolke” bewertet.

Bewertung

Wettersymbol Wolke

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Bei diesem Indikator werden der aus erneuerbaren Energiequellen erzeugte Strom (unter anderem aus Wasserkraft, Windkraft auf Land und auf See, Solarenergie) und die Wärme (unter anderem aus Geothermie, Biomasse oder biogenen Abfällen) sowie regenerative Kraftstoffe zu allen in Deutschland verbrauchten Energieträgern in Beziehung gesetzt. Dazu zählen neben den erneuerbaren Energien auch importierter Strom und fossile Energieträger wie Braun- und Steinkohle, Öl und Gas.

Der Indikator wird von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) berechnet. Im Unterschied zur Berichterstattung gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Richtlinie 2009/28/EG) der Europäischen Union (EU), die aufgrund des jährlich unterschiedlichen Dargebots bei Wasser- und Windkraft einen Durchschnittswert über mehrere Jahre vorsieht, werden für diesen Indikator die tatsächlich erzeugten Strommengen (Wind- und Wasserkraft) berücksichtigt (Energiekonzept der Bundesregierung).

Bei der Berechnungsmethodik des Indikators ist zu beachten, dass Im- und Exporte von Strom nicht vollumfänglich im Energieverbrauch erneuerbarer Energiequellen berücksichtigt sind, wohingegen diese beim Brutto-Endenergieverbrauch mit eingerechnet werden. Daher kann der Indikator den Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Endenergieverbrauch je nach Außenhandelssaldo über- oder unterschätzen. Bei einem positiven Netto-Exportsaldo von Strom – wie es seit 2001 der Fall ist – läge demnach der tatsächliche Anteil erneuerbarer Energien unter dem durch den Indikator dargestellten Niveau.

Das Ziel für das Jahr 2020, einen Anteil von 18 % erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch zu erreichen, wurde im Jahr 2020 mit 19,7 % erreicht. Im Jahr 2021 ging der Anteil erneuerbarer Energien allerdings auf 19,2 % zurück und bewegt sich damit in der kurzfristigen Veränderung nicht auf das nächste Ziel – im Jahr 2030 30 % zu erreichen – zu. Im längerfristigen Vergleich seit dem Jahr 2005 hat sich der Wert dieses Indikators von ursprünglich 7,1 % allerdings deutlich erhöht.

Der Einsatz erneuerbarer Energien variiert je nach Bereich stark. In 2021 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 41,1 %, am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte 16,5 % und im Verkehr 6,8 %. Bezogen auf das Jahr 2020 (aktuellere Daten lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor) spielten Biomasse mit einem Anteil von 58,0 % sowie Windkraft mit einem Anteil von 24,0 % am Primärenergieverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen die größte Rolle unter den eingesetzten Energieträgern.

Der Indikator weist Querbezüge zu den Indikatoren 13.1.a „Treibhausgasemissionen“, 3.2.a „Emissionen von Luftschadstoffen“ und 7.2.b „Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen am Bruttostromverbrauch“ auf.