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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Die Indikatoren stellen die Anzahl der Menschen dar, die im jeweiligen Berichtsjahr direkt durch deutsche Unterstützung Neuzugang oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- (Indikator 6.2.a) und/oder Sanitärversorgung (Indikator 6.2.b) erhalten haben.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Eine unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen hat weitreichende Auswirkungen auf die Ernährung und die Gesundheit des Menschen. Das Ziel der Bundesregierung ist daher, dass bis zum Jahr 2030 jährlich zehn Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erhalten. Dieses Ziel wurde ab dem Berichtsjahr 2019 weiter ausdifferenziert: so sollen bis 2030 jährlich sechs Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung direkten Zugang zur Trinkwasserversorgung bzw. vier Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung direkten Zugang zur Sanitärversorgung erhalten.

Definition

Die Indikatoren stellen die Anzahl der erreichten Menschen (in Millionen) dar, die im jeweiligen Berichtsjahr direkt durch deutsche Unterstützung (FZ-Zusagen) Neuzugang oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- (6.2.a) und/oder Sanitärversorgung bzw. seit 2022 Basissanitärversorgung oder Abwasserbehandlung (6.2.b) erhalten haben.

Intention

Eine unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen hat weitreichende Auswirkungen auf die Ernährung, die Gesundheit des Menschen sowie auf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Partnerländern. Die Bundesregierung fördert daher im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit Projekte, die einen Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung ermöglichen.

Ziel

6.2.a: 6 Millionen Menschen pro Jahr bis 2030
6.2.b: 4 Millionen Menschen pro Jahr bis 2030

Art des Ziels

6.2.a: Gleichbleibende Zielvorgabe in jedem Jahr
6.2.b: Gleichbleibende Zielvorgabe in jedem Jahr

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Die Anzahl von Menschen, die durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit eine neue oder verbesserte Trinkwasserversorgung erhalten (6.2.a) soll jedes Jahr mindestens 6 Millionen betragen.

Die Anzahl von Menschen, die durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit eine neue oder verbesserte Basissanitärversorgung oder Abwasserbehandlung erhalten (6.2.b) soll jedes Jahr mindestens 4 Millionen betragen.

Keine Bewertung möglich. Zu wenig Datenpunkte.

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Die Indikatoren basieren auf Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und erfassen nur die durch Förderung von ihr erreichten Menschen. Maßnahmen weiterer Akteure (zum Beispiel Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bundesländer, private Akteure) werden nicht berücksichtigt. Die Indikatoren stützen sich ausschließlich auf Plangrößen für neue Finanzierungszusagen für Projekte im Bereich Trinkwasser- und Sanitärversorgung zum Zeitpunkt der Vorlage des Programmvorschlags an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die KfW schätzt die Anzahl an Personen, die zukünftig, das heißt nach Fertigstellung der Bauvorhaben, einen neuen oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erhalten haben werden oder von den bereitgestellten Kapazitäten profitieren können. Ob die Menschen tatsächlich erreicht werden, ist erst nach Inbetriebnahme der Infrastrukturen konkret abschätzbar, was hier nicht abgebildet wird. Da eine Person sowohl einen neuen oder verbesserten Zugang zur Trinkwasser- als auch zur Sanitärversorgung erhalten kann, sind Doppelzählungen zwischen beiden Indikatoren und im Zeitablauf möglich. Die von der KfW zugesagten Mittel sind Zuschüsse und Darlehen – finanziert aus dem Bundeshaushalt – sowie am Kapitalmarkt aufgenommene Mittel. Empfänger sind in der Regel Entwicklungs- und Schwellenländer, sodass dieser Indikator in Beziehung zum Indikator 17.1 „Anteil öffentlicher Entwicklungsausgaben am Bruttonationaleinkommen“ steht.

In 2019 wurde die Erhebungsmethodik überarbeitet. Während zuvor direkt (zum Beispiel mittels eines Hausanschlusses) als auch indirekt erreichte Menschen (zum Beispiel die gesamte Bevölkerung eines Landes, das durch ein Sektorreformprogramm unterstützt wird) gezählt wurden, werden seitdem nur direkt erreichte Personen erfasst. So wurden in 2017 19,1 Millionen Menschen (der insgesamt 28,6 Millionen erreichten Menschen) direkt erreicht; in 2018 waren es 15,2 Millionen Menschen (der insgesamt 60,3 Millionen erreichten Menschen). Eine weitere Veränderung liegt in der anteiligen Berücksichtigung der erreichten Menschen entsprechend dem deutschen Finanzierungsanteil von Maßnahmen. So werden Beiträge von anderen Gebern oder Eigenanstrengungen des Empfängerlandes nicht berücksichtigt. Auch werden zum Beispiel keine Energieeffizienzmaßnahmen, Verbesserungen von Betriebsabläufen oder Erneuerungen von Pumpstationen gezählt, da diese nicht unmittelbar zu einer Verbesserung der Versorgung der Zielgruppe führen.

In den vergangenen Jahren waren die Plangrößen der Menschen, die mithilfe deutscher Unterstützung Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erlangen sollten, stets oberhalb des gesetzten Ziels von zehn Millionen Menschen. Nach der überarbeiteten Methodik liegt die Plangröße der erreichten Personen für das Jahr 2020 mit Neu- oder verbessertem Zugang zu Trinkwasserversorgung bei 10,9 Millionen Menschen bzw. 1,8 Millionen Menschen für Abwasser- und Sanitärversorgung. Das Ziel des Indikators 6.2.a wurde für das Jahr 2020 folglich erreicht, während der Zielwert zum Indikator 6.2.b deutlich unterschritten wurde. Im Vorjahr waren es hingegen noch über vier Millionen erreichte Menschen im Bereich Sanitärversorgung.

Die Zusagen durch die KfW im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung sowie Abwassermanagement haben sich von 2012 bis 2018 um 26,0 % auf über eine Milliarde Euro erhöht. Diese sind jedoch 2019 und 2020 auf zuletzt 677,1 Millionen Euro zurückgegangen. Im Gegensatz zu den Zusagen verringerten sich die Auszahlungen, die durch die KfW erfolgten, seit 2015 kontinuierlich auf 432,1 Millionen Euro für das Jahr 2020. Ein Grund hierfür liegt im zeitlichen Verzug zwischen Zusagen und Auszahlungen.