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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Die Indikatoren geben den Corruption Perception Index (CPI) von Transparency International für Deutschland (16.3.a) sowie die Anzahl der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, deren CPI sich im Vergleich zum Jahr 2012 verbessert hat (16.3.b), wieder. Der CPI misst, wie stark Korruption im öffentlichen Sektor in einem Land wahrgenommen wird.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2022 - Stand 31.10.2022)

Bis 2030 wird eine weitere Verbesserung des Corruption Perception Index (CPI) für Deutschland angestrebt. Zudem soll sich auch der CPI der Mehrzahl der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verbessern. Basisjahr ist dabei jeweils das Jahr 2012.

Definition

Die Indikatoren stellen den Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index, CPI) von Transparency International für Deutschland (16.3.a) sowie die Anzahl der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, deren CPI sich im Vergleich zum Jahr 2012 verbessert hat (16.3.b), dar. Der CPI misst, wie stark Korruption im öffentlichen Sektor in einem Land wahrgenommen wird.

Intention

Korruption untergräbt das Vertrauen in Institutionen sowie politische Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit und behindert soziale Gerechtigkeit. Ein niedriger Korruptionsgrad fördert hingegen eine transparente Regierungsführung, effiziente Ressourcennutzung und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Korruption soll daher sowohl in Deutschland, als auch in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bekämpft werden.

Ziel

16.3.a: Verbesserung gegenüber 2012 bis 2030
16.3.b: Verbesserung gegenüber 2012 bis 2030

Art des Ziels

16.3.a: Zielrichtungsvorgabe
16.3.b: Zielrichtungsvorgabe

Umsetzung in der Wetter­symbol­berechnung

Der Korruptionswahrnehmungsindex in Deutschland (16.3.a) soll steigen.
» Ausgehend von der Zielformulierung wird der Indikator 16.3.a für das Jahr 2023 mit “Gewitter” bewertet. Der Indikatorwert ist im Jahr 2023 gesunken und entwickelte sich im Durchschnitt der letzten sechs Jahre nicht in die gewünschte Richtung.


Die Anzahl von Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit einem gegenüber 2012 verbesserten Korruptionswahrnehmungsindex (16.3.b) soll steigen.
» Ausgehend von der Zielformulierung wird der Indikator 16.3.b für das Jahr 2023 mit “Sonne” bewertet. Der Indikatorwert ist im Jahr 2023 gestiegen und entwickelte sich im Durchschnitt der letzten sechs Jahre in die gewünschte Richtung.

Bewertung

16.3.a: Wettersymbol Blitz
16.3.b: Wettersymbol Sonne

Datenstand

15.01.2025

Text aus dem Indikatorenbericht 2022 - Stand 31.10.2022

Die Studie zum Corruption Perception Index (CPI) von Transparency International ist die die meisten Länder umfassende Übersichtsstudie zur wahrgenommenen Korruption im öffentlichen Sektor. Bei dem CPI handelt es sich um einen Kompositindikator, der je Land unterschiedliche Experten- sowie Unternehmensbefragungen zur Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor zusammenführt. Abhängig von den jeweiligen Befragungen können dabei unterschiedliche Verständnisse von Korruption zugrunde liegen. Die Ergebnisse dieser Befragungen können auch von den Kenntnissen des Wertes des CPI oder anderer ihm zugrunde liegender Teilstudien der vorherigen Jahre selbst beeinflusst werden. Zudem wechseln die Quellen für die Berechnung des CPI im Zeitablauf. In den Index werden Länder mit einbezogen, zu denen mindestens drei ausgewählte Befragungen vorliegen. Das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission weist in seiner Analyse des CPI darauf hin, dass bei der Interpretation der Ergebnisse die jeweilige statistische Signifikanz der Veränderung mitbetrachtet werden sollte und selbst bei statistisch signifikanten Unterschieden die Ergebnisse dieses Indikators mit Vorsicht zu interpretieren seien. Seine Vergleichbarkeit ist somit sowohl über die Zeit als auch zwischen den Ländern stark eingeschränkt.

Deutschland hat sich im Vergleich von 79 Punkten im Jahr 2012 auf 80 Punkte im Jahr 2021 verbessert. Dieser Wert hat sich gegenüber 2017 um einen Punkt verschlechtert, sodass Deutschland auf dem zehnten Platz des Rankings steht. Dabei ist diese Veränderung gegenüber 2012 nicht als statistisch signifikant (bei einem Signifikanzniveau von 5 %) anzusehen.

Auch das Statistische Bundesamt erhebt im Rahmen der Zufriedenheitsbefragung zu behördlichen Dienstleistungen Daten zum Thema Korruption. Nach dieser Befragung hatten im Jahr 2021 3,9 % der Bevölkerung während ihres Kontakts mit öffentlichen Einrichtungen den Eindruck, dass Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bestechlich wären. Bei der entsprechenden Umfrage unter Unternehmen hatten 4,0 % der Unternehmen diesen Eindruck.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst alle der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte. Im Jahr 2021 wurden 712 Fälle von Vorteilsannahme, Vorteilsgewährung sowie Bestechlichkeit und Bestechung im öffentlichen Sektor erfasst. Zudem werden in der PKS auch Fälle von Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie sogenannte Begleitdelikte der Korruption wie zum Beispiel Betrugs- und Untreuehandlungen, Urkundenfälschung, wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen, Strafvereitelung, Falschbeurkundung im Amt und Verletzung des Dienstgeheimnisses ausgewiesen.

In Bezug auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit haben sich im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2012 insgesamt 48 der 87 durch den CPI bewerteten Partnerländer verbessert. Die Anzahl der sich positiv entwickelnden Partnerländer ist im betrachteten Zeitraum bis 2016 jedes Jahr gestiegen. Im Jahr 2018 ist die Anzahl leicht zurückgegangen und stieg in den Folgejahren wieder an. Eine statistisch signifikante Verbesserung (bei einem Signifikanzniveau von 5 %) wiesen in 2021 gegenüber 2012 31 Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf, im Vergleich dazu waren es 2014 sechs Partnerländer.